Mattiacum Preis erstmalig vergeben

PRESSEMITTEILUNG


Lions Club Wiesbaden Mattiacum überreicht Förderpreis über 10.000 Euro auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Hamburg

Wiesbaden/Hamburg, 9/2008. Zum ersten Mal haben der Lions Club Wiesbaden Mattiacum und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) einen mit 10.000 Euro dotierten Förderpreis vergeben.
Der „Mattiacum-Preis“ zeichnet die Neurobiologin PD Dr. Sibylle Jablonka für ihre herausragenden Forschungs-Leistungen auf den Gebieten der spinalen Muskelatrophie (SMA) und amyotrophischen Lateralsklerose (ALS) aus.
Bei beiden Erkrankungen handelt es sich um Muskelschwund, der durch den fortschreitenden Rückgang von motorischen Nervenzellen im Rückenmark entsteht. Dr. Jablonka forscht seit mehr als 10 Jahren am Institut für klinische Neurobiologie der Universität Würzburg. Die Urkunde wurde der Preisträgerin am 11. September 2008 auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Hamburg überreicht. Übergeben wurde sie vom Tagungs-Präsidenten der DGN, Prof. Dr. Günther Deuschl und dem derzeitigen Präsidenten des Lions Clubs Wiesbaden Mattiacum, Dr. Karl-Heinz von Kellenbach.

In gegenseitiger Abstimmung haben der Lions Club Wiesbaden Mattiacum und die DGN den Preis ausgeschrieben. Insgesamt wurden sieben Arbeiten eingereicht. Unter Leitung von Prof. Dr. Heinz Reichmann traf eine Jury, bestehend aus vier Neurologie-Professoren und drei Lions-Vertretern, die Auswahl.
Die preisgekrönte Arbeit von Dr. Jablonka befasst sich mit Erregbarkeitsstörungen der Nervenzellen bei spinaler Muskelatrophie (SMA). Die Erkenntnisse, zu denen Dr. Jablonka kam, haben weit reichende Konsequenzen für die zukünftige Therapie sowohl der SMA als auch der amyotrophischen Lateralsklerose (ALS).

Der Förderpreis des Lions Clubs Wiesbaden Mattiacum wird künftig alle zwei Jahre verliehen. Die hohe Dotierung des Preises – die durchschnittlichen Dotierungen für Forschungspreise in der Medizin liegen bei 2.500 bis 5.000 Euro - wird durch das Vermächtnis einer aus Berlin stammenden Medizinerin möglich. Sie selbst litt viele Jahre an ALS und ist auch an dieser Krankheit in Wiesbaden verstorben. Das prominenteste noch lebende Opfer der ALS ist der Physiker Stephen Hawking. Auch der Schauspieler David Niven oder der Maler Jörg Immendorff litten unter ALS.

„Mit dem Mattiacum-Preis wollen wir regelmäßig für engagierte Forscherinnen und Forscher einen Anreiz schaffen, in ihren Fachgebieten Höchstleistungen zu erbringen“, so Dr. Karl- Heinz von Kellenbach, Präsident des Lions Clubs Wiesbaden Mattiacum.
Der Lions Club Wiesbaden Mattiacum wurde am 13. Juni 1963 als zweiter Lions Club in Wiesbaden gegründet. Er hat zurzeit 42 Mitglieder. Weitere Infos zum Club unter www.lionsclub-wiesbaden-mattiacum.de. Telefonisch steht Club-Präsident Dr. Karl-Heinz von Kellenbach gerne unter der Tel.-Nr. 0611/ 847-2481 für ein Interview zur Verfügung.

 

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